Archiv-Artikel
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Eine IBA Rhein-Main — 5 Pfotenhauer-Thesen
Bad Vilbel, 26.6.2006
Anlässlich des Städtebaulichen Colloquiums der TU Darmstadt am 5.5.2006
definierte Dipl.-Ing. Ehrhart Pfotenhauer, Geschäftsführer proUrban, Berlin,
unter dem Vortrags-Titel "Lernen von der IBA Berlin - Strategische Bausteine
für eine
IBA Rhein-Main" Essentials, die hier in 5 Thesen dargestellt werden.
In Kürze wird in einer ausführlichen Dokumentation der TUD-Veranstaltung auch
der vollständige Text des Vortrags von Prof. Pfotenhauer unter
www.staedte-fuer-menschen.de veröffentlicht.
5 Thesen für eine IBA Rhein-Main:
1. Die Idee einer IBA: Experimentierfeld und Forum für die Stadt im Wandel - im Umbruch
von der Stadt der Nachkriegsmoderne zur postindustriellen Stadt - jenseits routinierter
Praxis.
2. Hohe fachliche und kommunikative Kompetenz, Idealismus und Kompromissfähigkeit
bei Planern, Architekten und Projektkoordinatoren vereinen sich mit Experimentierfreude,
sozialen Ambitionen, exzellenter Ortskenntnis einer grossen Zahl von Akteuren und Be-
troffenen: Beteiligung und Kooperation sparen Zeit und Geld.
3. Eine IBA erfordert schon in der Programmphase eine frühzeitige Kooperation und die
Einbeziehung einer breiten Palette von Fachleuten sowie con Akteuren in Unternehmen,
Verbänden, Städten und Landkreisen. Dazu braucht es Ideen, kreative Impulse, klare
politische Bekenntnisse, straffe Organisation und umsichtige Moderation.
4. Mit einer IBA besteht die einmalige Chance, "Leuchtturmprojekte" auf den Weg zu
bringen, die richtungweisend sind für die Entwicklung der Region. Sie brauchen mar-
kante Standorte, über den Tag hinaus reichende Bedeutung und müssen rasch
realisierbar sein.
5. Eine IBA muss sich als interaktives Netzwerk programmatischer Projekte für die Region
der Zukunft begreifen. Eine IBA FrankfurtRheinMain kann ausserdem Wegweiser sein für
eine im Rahmen der IBA sich entfaltende Kooperation europäischer Metropolregionen.
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